Mann im Dunkel

18. November 2008 von Ulli

In seinem neuen Roman “Mann im Dunkel” führt uns Paul Auster wieder in seine ganz besondere surreale Welt. Wieder läßt er seinen Protagantisten eine Was-wäre-wenn Geschichte erzählen und er schafft es wieder, den Leser völlig in seinen Bann zu ziehen.

Das Buch wird aus der Sicht des Literaturkritikers August Brill in der Ich-Form erzählt. Der 72-jährige Brill, der seit einem Unfall bei Tochter und Enkelin lebt, erfindet in seinen schlaflosen Nächten, in denen er von Schmerzen gepeinigt wird, Parallelwelten.

mann im dunkel
Mann im Dunkel

In einer dieser Welten hat es den 11. September 2001 nie gegeben und auch die Invasion der USA im Irak hat nie stattgefunden. Stattdessen herrscht in Amerika seit der betrügerischen ersten Wahl George W. Bush zum Präsidenten ein blutiger Bürgerkrieg. In diesem Krieg, der bereits über 13 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, stehen sich die Förderalisten unter George W. Bush und die Staaten die demokratisch gewählt haben gegenüber.
Wie nebenbei erzählt Paul Auster die Geschichte des Philosophen Giordano Bruno, der im Jahr 1600 als Ketzer verbrannt wird. Er hatte behauptet, es gäbe neben der bekannten Welt noch andere, parallele Welten.
Was so gar nichts mit den Träumen von August Brill zutun hat, verschmilzt langsam aber sicher zu einen komplexen Geschichte.

Paul Auster schreibt ohne Zweifel verwirrend. Er bricht plötzlich ab, wechselt Schauplatz und Zeit und springt dann wieder auf eine ganz andere Ebene.
Man braucht Geduld und Konzentration, um “Mann im Dunkel” zu lesen, aber jede der 220 Seiten lohnt sich. Paul Auster ist ein brillianter Erzähler, der seine Leser fesselt und nicht mehr losläßt, bis sie sein Buch zu Ende gelesen haben.

Tags: , ,

Hinterlasse einen Kommentar