Pubertät - Zeit der Tyrannen

24. Januar 2009 von Ulli

Ein Kind wird immer zweimal geboren: Einmal als Säugling und ungefähr 13 Jahre später noch einmal als Pubertist. Es gibt aber einen großen Unterschied:  Der Pubertist ist wesentlich grausamer. Über den richtigen Umgang mit diesen Tyrannen gibt es zwei tolle Bücher.

Der Pubertist: Überlebenshandbuch für Eltern
Der Pubertist

Der Pubertist

Drei Schlagworte bestimmen die Pubertät: Arroganz, Aggression und Stimmungswechsel. Aus eben noch netten Kindern werden reißende Bestien, die aus jeder Bitte (vielleicht das Zimmer mal wieder aufzuräumen) eine lautstarke Grundsatzdiskussion machen. Eltern befinden sich schnell am Rande eines nervlichen Zusammenbruchs. Das interssiert einen Pubertisten wenig, er dreht lediglich die Musik noch ein bißchen lauter. Was tun? Lesen wäre eine Möglichkeit. Und zwar das wunderbare Buch “Der Pubertist” von Helmut Schümann. Der Mann weiß wovon er spricht. Schümann geht das Thema locker an und hebt nicht den pychologischen Zeigefinger. Da erzählt ein geplagter Vater und man erkennt in seinen Kindern die eigenen Kinder wieder und lacht stellenweise Tränen.

Neues Überlebenstraining für Eltern

So heißt das  Buch von Peer Wüschner zum selben Thema. Allerdings stehen hier die Eltern im Vordergrund. Wie geht man mit einem  Kind um, das nur noch ein Wort in seinem Wortschatz hat, das Wort: NEIN. Peer Wüschner zeigt, wie und wo man Grenzen setzen muss und wie man  seine Machtlosigkeit überwindet. Ein guter Ratgeber, der hilft  wenn man nicht mehr weiter weiß und mit Mordgedanken spielt. Denn für Teenager ist es ein Leichtes die Eltern dort hinzubringen.

Mein Tipp: Beide Bücher lesen und dann gestärkt ins Kinderzimmer gehen. Allerdings muss man auch eigene Grenzen überschreiten, auch wenn es manchmal schmerzt.

Amazon: Der Pubertist. Überlebens-Handbuch für Eltern

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