Arno Surminski

30. Januar 2009 von Ulli

Ich kenne Ostpreußen nur aus den Erzählungen von Menschen, die dort vor dem Krieg gelebt haben. Wenn sie von ihrer ehemaligen Heimat erzählen, dann geraten sie ins Schwärmen. Einer der seiner Heimat ein wunderschönes literarisches Denkmal gesetzt hat ist Arno Surminski.

Jokehnen: Oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?
Jokehnen

Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?

Wer die Bücher von Arno Surminski liest, der geht mit ihm noch einmal zurück in seine verlorene Heimat Ostpreußen. Man fühlt sich zu Hause im kleinen Dorf  Jokehnen, man meint sogar die  Bewohner zu kennen.  Bis ins kleinste Detail beschreibt Surminski sein Dorf, die Eltern, die Nachbarn und seine Freunde. Wie nebenbei wird er zum Chronisten des dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Ähnlich wie seine Eltern werden auch die Eltern des kleinen Hermann nach Russland deportiert und kehren nie wieder. Das Kind bleibt allein und sich plötzlich selbst überlassen zurück. Auf jeder Seite beschreibt Arno Surminski die Schönheit Ostpreußens und man fühlt seine Wehmut über den Verlust seiner Heimat.

Ein Stück Ostpreußen

In jedem seiner Bücher erfährt der Leser ein bißchen mehr über Ostpreußen. Besonders in seinen Erzählungen wie zum Beispiel Aus dem Nest gefallen oder Gruschelke und Engelmannke schildert Surminski seine Heimat auf eine sehr amüsante Art und Weise, aber auch hier fehlt der traurige Unterton nicht. In allen seinen Büchern beschreibt Surminski besonders das Schicksal der unzähligen Kinder, die abrupt aus ihrer glücklichen ostpreußischen Kindheit heraus gerissen wurden, um auf eine furchtbare Odyssee zu gehen. Viel zu viele haben dabei nicht nur ihr zu Hause und ihre Eltern verloren, sondern auch ihr Leben.

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