Effi Briest – ein zeitloser Frauenroman

10. März 2009 von Ulli

Ein Mann schreibt einen Roman über eine Frau. Er ergreift Partei für sie und prangert die bürgerliche (Schein) Moral seiner Zeit an. Das alles tat Theodor Fontane 1894 mit seinem Roman über Effi Briest.

Effi Briest

Effi Briest

Effi Briest war ein Opfer. Ein Opfer ihrer Zeit, ihrer Eltern und ihres Ehemanns. Ihr Leben wurde von von anderen und im besondern von Männern dominiert. Ihr Vater läßt ihr keine Wahl, sie muss Geert von Instetten heiraten, ob sie in liebt, spielt keine Rolle. Es interessiert niemanden.
Sie fügt sich und versuchte das Beste daraus zu machen. Selbst nach ihrer leidenschaftliche Affäre mit Major Crampas, in der sie erfährt, was Liebe ist, hält sie an ihrer Ehe fest. Sie begehrt nicht auf und entscheidet sich für ihren Mann.
Erst Jahre später erfährt ihr Mann von ihrem Seitensprung, tötet im Duell Crampas und verstößt seine Frau. Effi Briest zerbricht letztendlich dran.

Immer noch aktuell

Noch heute werden das Leben der Effi Briest und der Roman von Theodor Fontane diskutiert. Vor allem junge Frauen von heute schütteln den Kopf über Effi Briest. Warum hat sie sich nicht gewehrt, warum hat sie es zugelassen, dass andere über ihr Leben bestimmt haben? War sie naiv und dumm, die Liebesbriefe von Crampas aufzubewahren, obwohl sie wußte was passiert wenn Instetten sie findet? Ich denke sie war genauso romantisch wie alle Frauen, die verliebt sind und die Briefe des Geliebten aufbewahren. Und ich denke es gibt auch in der heutigen, aufgeklärten und modernen Zeit noch eine Menge Frauen, die so leben müssen wie jene Effi Briest vor über hundert Jahren.

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Zwei Kommentare zu “Effi Briest – ein zeitloser Frauenroman”

  1. Flora schreibt:

    ich denke, dass sie nicht beachten, dass effi keineswegs in crampas verliebt war. dies sagt sie sogar: “und ich habe ihn nicht einmal geliebt”.

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