“Senk ju vor träwelling”
18. April 2009 von UlliIch hab einige Zeit gebraucht um den Titel richtig zu lesen, aber die Ironie, um nicht zu sagen die Boshaftigkeit die dahinter steckt, habe ich sehr schnell verstanden. “Senk ju vor träwelling” ist ein Buch für alle, die das Bahnfahren mit der Deutschen Bahn kennen und hassen gelernt haben.

Erfahrungen
Wenn das Wort Bahnfahren in Deutschland fällt, dann denken alle sofort an ihre teilweisen traumatischen Erlebnisse mit der Deutschen Bahn. Das kann ich nachvollziehen, auch ich hatte schon die eine oder andere Begegnung der dritten Art beim Bahnfahren. “Senk ju vor träwelling” beschreibt alle die nervtötenden Erfahrungen, unsinnigen Vorschriften und zum Teil unfreiwillig langen Reisen mit der Deutschen Bahn und gibt einige gute Tipps, wie man eine solche Reise ohne nennenswerte Schäden übersteht. Und das Ganze mit sehr viel Humor.
Ratschläge
Was soll man zum Beispiel tun, wenn der Zug im Hochsommer bei 30° Grad im Schatten, plötzlich auf freier Strecke stundenlang stehen bleibt? Der Autor empfiehlt, vor Antritt der Reise grundsätzlich ein Überlebenspaket zusammen zu stellen. Notproviant für mehrere Tage (das Bordrestaurant ist selten intakt) und mindestens sechs bis acht Liter Wasser mitzunehmen. Nur so kann man eine Bahnfahrt einigermaßen ünerstehen.
Hände weg von Fahrscheinautomaten. Sie sind ein Werkzeug des Teufels. Entweder man kommt gar nicht mit ihnen zurecht (was sehr häufig der Fall ist), oder man kommt nie wieder von ihnen los. Zum Beispiel wenn man auf sein nicht unerhebliches Wechselgeld wartet.
“Senk ju vor träwelling” ist ein hervorragendes Buch für alle Bahngeschädigten und die, die es noch werden wollen. Am besten liest es sich übrigens während einer Bahnfahrt.
Tags: Bahn, Fahrkarten, Reise, Zug


