Deutschlands vergessene Kinder
7. Mai 2009 von UlliKinderarmut ist ein Thema, über das in Deutschland gerne geschwiegen wird. Und dies obwohl mehr als zwei Millionen Kinder in diesem Land unterhalb der so genannten Armutsgrenze leben. In Pfarrer Bernd Siggelkow haben diese Kinder eine Stimme gefunden.

Die Arche
Sie war nicht nur in biblischer Zeit ein Zufluchtsort, auch in der heutigen Zeit ist die Arche wieder ein Heim für alle, die kein Zuhause haben. Die Arche steht in Berlin und ist ein einmaliges Beispiel für gelebte Nächstenliebe. Gegründet vom evangelischen Pastor Bernd Siggelkow ist die Arche ein Anlaufpunkt für alle die Kinder, die nicht einmal mehr wissen was es heißt, sich satt zu essen. Neben einer warmen Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe und die Möglichkeit zu spielen, bekommen die Kinder hier auch etwas was sie oft vermissen: Zuneigung, Geborgenheit und Aufmerksamkeit.
Das Buch
In seinem Buch “Deutschlands vergessene Kinder” schreibt Pastor Siggelkow in zehn Geschichten über das Schicksal von Kindern, die in seine Einrichtung kommen. Da ist ein neunjähriger Junge, der zu Hause wie ein Erwachsener die volle Verantwortung für seine kleinen Geschwister tragen muss. Oder der Dreijährige, der allein mit der U-Bahn zur Arche fahren muss, weil es niemanden gibt der ihn betreut. Bernd Siggelkow schreibt über Kinder, deren Eltern oft so betrunken sind, das es tagelang nichts mehr zu essen gibt und das Baby ununterbrochen schreit, weil es niemand mehr füttert.
Die Geschichten erzählen von entsetzlichen Kinderschicksalen, die sich mitten unter uns abspielen und die keinen wirklich interessieren.
Wer meint, ihm ginge es in diesem Land schlecht, der sollte “Deutschlands vergessene Kinder” lesen.
Amazon: Deutschlands vergessene Kinder: Hoffnungsgeschichten aus der Arche


