Lunar Park
10. November 2008 von Julian“Zunächst glaubt man eine Autobiographie in den Händen zu halten” steht als erster Satz der Inhaltsangabe auf dem modern aussehenden Buch. Das ist aber auch schon der erzählerische Höhepunkt bei “Lunar Park” von Bret Easton Ellis.
Dieses Buch ist “IN”
Hui, der superbekannte Autor Bret Easton Ellis hat ein neues Buch geschrieben. Das muss natürlich super sein – oder etwa doch nicht? Die Vermischung von Easton Ellis’ realen Leben und dem Leben der Romanfigur ist meiner Meinung nach stumpfsinnig und einfaltslos eingefügt. “[...]aus dem Familienroman wird ein Horrorszenario à la Stephen King” kann man bei der Amazon-Beschreibung lesen. Dieses Buch hat nichts mit Stephen King gemeinsam, außer dass am Ende ein paar Monster auftauchen. Und wo Monster auftauchen, fällt sofort das Wort Stephen King.

Tolle Idee!
Ich selbst habe das Buch zum Geburtstag bekommen – es wurde mir also aufgezwungen. In einer Zeit, in der sprachliche Gestaltung und Stil nicht mehr viel zählt mag dieses Buch vielleicht gut sein; Meiner Meinung nach ist es einfach nicht lesenswert – das Kunststück “Realer Autor vs. Hauptfiguren Autor” ist uralt und schon von vielen Schriftstellern teilweise Jahrhunderte zuvor besser umgesetzt worden.
Man denke hier nur an den “Werther” – hier fand eine meisterhafte Verquickung von realem und fiktivem Autor statt! Bret Easton Ellis musste natürlich etwas Außerordentliches bringen und die Kritiker rufen “Nie dagewesen!” oder “Völlig neu!”. Uralt und soooo lang mit Bart, das ist meine Meinung. Hoffentlich wird das nicht auch noch verfilmt… ![]()
Das ist nur meine persönliche Meinung; Wer eine andere hat, kann sie gerne in den Kommentaren erläutern.
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