Frank McCourt
29. Juli 2009 von Ulli“Die Asche meiner Mutter” war für mich ein so genanntes “schnelles Buch”, das heißt, ich habe angefangen zu lesen und konnte es dann nicht mehr aus der Hand legen, so hatte mich das Buch “gepackt”. Seit dieser Zeit habe ich den Autor Frank McCourt bewundert.

Eine Kindheit
Geboren wurde Frank McCourt am 19. August 1930 in New York. Als er vier Jahre alt ist, geht die Familie zurück nach Irland und das Kind landet in der ganz besonderen Hölle von Limerick. Franks Vater Malachy, ein Alkoholiker, vertrinkt den kargen Lohn und Frank muss mit seiner Mutter Angela betteln gehen, damit die Familie überhaupt überleben kann. Sie leben in einem abbruchreifen Haus, was bei Regen (und es regnet oft in Irland) unter Wasser steht. Wanzen und Flöhe sind normale “Haustiere”.
Frank McCourt hungert, friert, wird schwer krank und erlebt den Tod seiner kleinen Geschwister. Und trotzdem verliert er nie den Mut, hört nie auf an die Zukunft zu glauben.
Ein leises Lächeln
Wenn Frank McCourt sich an seine schwere Kindheit und auch an die ersten schweren Jahre in den USA erinnerte, in die er als Jugendlicher auswanderte, dann tat er das immer mit einem leisen Lächeln. Nie war er verbittert und er klagte nicht an, obwohl er mehr als einmal einen Grund dazu gehabt hätte. Er ließ sein Leben Revue passieren und man spürt als Leser allenfalls ein wenig Ironie, aber nie Spott oder gar Zynismus. Frank McCourt nahm seine Leser mit auf eine Reise und erzählte alles das was er erlebt hat, ohne auch nur einmal seinen leisen, feinen Humor zu verlieren.
Am 19. Juli 2009 ist Frank McCourt in New York gestorben.
Danke Frank McCourt.
Link zu Amazon: Ein rundherum tolles Land: Erinnerungen


