Die Seherin von Avignon
7. September 2009 von UlliDas Mittelalter ist wieder hochmodern. Mittelalterliche Märkte boomen und auch in der Literatur stürmen Romane die Bestsellerlisten, die sich mit dem Mittelalter befassen. Einer dieser Romane ist “Die Seherin von Avignon” von Jeanne Kalogridis.

Das Mittelalter im Buch
Was fasziniert Menschen so sehr am Mittelalter, an einer eigentlich dunklen Epoche voller Krankheiten, Kriege, Not und Elend? Aber es muss was dran sein, am Mythos Mittelalter, sonst würden sich nicht so viele Autoren mit diesem Thema befassen. Einige dieser Bücher sind einfach nur schlecht. Der Autor oder die Autorin hat sich nicht mal die Mühe gemacht gründlich zu recherchieren. Da stimmen weder die historischen Gegebenheiten noch die geschichtlichen Zahlen und diese Bücher legt man sehr schnell wieder aus der Hand. Aber es gibt Bücher die sind faszinierend, “Die Seherin von Avignon” gehört dazu.
Nicht nur spannend
Jeanne Kalogridis hat ihren Roman im Jahr 1357 in Frankreich angesiedelt und erzählt die aufregende Geschichte der Äbtissin Marie Francoise, die auf Grund ihrer Fähigkeiten als Seherin und Heilerin in die Fänge der Inquisition gerät. Sie wird eingekerkert und der Mönch Michel soll Marie Francoise ein Geständnis entlocken. In der kurzen Zeit, die ihr noch bis zur Verbrennung als Hexe auf dem Scheiterhaufen bleibt, erzählt sie Michel die Geschichte ihres Lebens. Er erkennt schnell, dass diese Frau keine Verrückte ist und versucht ihr Leben zu retten.
“Die Seherin von Avignon” ist ein sehr spannendes Buch, das ungemein detailgetreu die Zeit des Mittelalters wieder aufleben lässt. Die Figuren werden plastisch und man kann sich sehr schnell in die Hauptakteure Marie Francoise und Michel hineinversetzen. Aber Jeanne Kalogridis spart auch nicht mit den oft grausamen Einzelheiten des Mittelalters und hat damit ein rundherum fesselndes und sehr gut zu lesendes Buch geschrieben.
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Tags: Heilerin, Hexe, Mittelalter, Mönch


