Stadt der Engel
12. Mai 2011 von FelixEs gab selten Bücher, die einen so in den Bann gezogenen haben, wie Stadt der Engel von Carlos Ruiz Zafon. Nach seinem Welterfolgt Schatten des Windes hat er mit diesem Buch ein großartiges Nachfolgewerk geschrieben, welches nahtlos an die schriftstellerische Leistung des Vorgängers anknüpft. Zafón hat es wie kaum ein anderer geschafft, verschiedenen Gattungen ineinander zerfließen zu lassen und somit eine Atmosphäre und Dichtheit zu erzeugen, die in der heutigen Schnelllebigkeit auf dem Buchmarkt selten geworden ist. Wenn man stundenlang neben seinen Tischleuchten im Wohn- oder Schlafzimmer nachts aufgeregt Seite für Seite verschlingt, hat der Autor einiges richtig gemacht.
In seinem Roman Stadt der Engel mischen einmal mehr Fantasyroman, Liebesgeschichte, Horrorbuch und Krimi zusammen und lassen somit das Barcelona Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem lebendigen und spannenden Ort werden. Friedhöfe, Gassen, Bibliotheken und verwunschene Häuser sind hier die Schauplätze und eigentlichen Protagonisten des Buchs, in dem es um den jungen sterbenskranken Schriftsteller David Martin geht, der von einem dubiosen Verleger den Aufrag erhält, ein neues religiöses Manifest zu schreiben. Nebenbei tritt eine Reihe von ungewöhnlichen Ereignissen in Kraft, die alle in einem Zusammenhang zu stehen scheinen. Das geheimnisvolle Haus in dem er wohnt, welches eine unheimliche Geschichte mit sich trägt, der Friedhof der vergessenen Bücher, welche ihm vom Buchhändler und Freund Sempere gezeigt wurde und die Freundes- und Liebesgeschichten zu Isabell und Christina. Hinter all dem scheint der dubiose Verleger Corelli zu stecken, der nicht von dieser Welt scheint. Ist der Teufel und Engel zugleich?
Eine spannende Hetzjagd durch die Gassen Barcelonas beginnt und treibt die Geschichte in atemberaubende erzählerische Höhen. Dieses Buch sollte man gelesen und sich dazu passende Lampen zum Lesen auf www.Lampen-Experte.de zugelegt haben.


