„Palast der Winde“ von Mary M. Kaye

16. Mai 2011 von Dimitar

„Palast der Winde“ von Mary M. Kaye ist ein Historienroman, der im Indien des 19. Jahrhunderts spielt. Er ist Kriegsepos und Liebesgeschichte in einem und verbindet romantische Elemente mit Abenteuerlust und historischen Erzählungen.

Der Roman „Palast der Winde“ erschien erstmals 1978 unter dem Originaltitel „The Far Pavilions“. Bereits in den frühen 1980er Jahren wurde das Buch in Form einer Miniserie für das Fernsehen adaptiert, und sogar eine Musical-Version fand vor einiger Zeit ihren Weg auf die britischen Theater-Bühnen. Letzteres war ein nicht unbedingt von Erfolg gekröntes Projekt, dem Ansehen der Vorlage hat dies jedoch nicht geschadet. Und so bleibt „Palast der Winde“ ein wichtiges Stück Historien-Literatur.

„Palast der Winde“ von Mary M. Kaye: Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund

Der britische Waisenjunge Ashton Pelham-Martyn wächst im hinduistischen Indien auf, wird zu Ausbildungszwecken nach England geschickt und macht schließlich wiederum in Indien Karriere als Offizier der Britischen Armee. Zwei Seelen schlagen in seiner Brust, denn er fühlt sich sowohl der Krone treu ergeben als auch dem Land seiner Kindheit tief verbunden. Auch die Liebe zu Prinzessin Anjuli zerreißt ihn innerlich, denn sie ist weit oberhalb seines Standes und außerdem bereits einem Anderen versprochen. So muss Ash nicht nur die tatsächlichen Kämpfe im Krieg Englands gegen Russland um die Vorherrschaft in Zentralasien bestreiten, sondern auch ganz persönliche Schlachten austragen…

M. M. Kayes „Palast der Winde“: modernes Epos

„Palast der Winde“ ist noch verhältnismäßig jung und trotzdem bereits ein moderner Klassiker des Historien-Genres. Auch drei Jahrzehnte nach seinem Erscheinen – in Zeiten von Autoren wie Rebecca Gablé, Bernard Cornwell, Tanja Kinkel und unzähligen Anderen, die mit ihren populären Historien-Romanen seit den 1990er Jahren regelmäßig die Bestseller-Listen stürmen – ist das Epos der 2004 leider verstorbenen britischen Schriftstellerin unter Genre-Fans weiterhin sehr beliebt.

Der Umfang des Romans mag zunächst etwas abschrecken und auch die Erzähldichte sowie die ungeheure Detailfülle machen „Palast der Winde“ zu einem nicht ganz einfachen Lesevergnügen. Man braucht in jedem Fall Geduld und Durchhaltevermögen, doch die Ausdauer lohnt sich. Die Geschichte, die sich wie in vielen Historienromanen über einen langen Zeitraum erstreckt, entführt den Leser in eine exotische Welt, in der für uns vollkommen ungewohnte Gesetze herrschen. Vieles wirkt fremdartig und seltsam, doch gerade das macht den besonderen Reiz der Geschichte aus.

Gleichzeitig nimmt die Erzählung aber uns allen vertraute, grundlegende Motive menschlichen Lebens und Leidens auf, sodass man sich jederzeit in die Figuren hinein versetzten und mit ihnen mitfühlen und -lieben kann. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, wird nicht enttäuscht werden. Für Fans von tragisch-romantischen Geschichten ist Mary M. Kayes „Palast der Winde“ durchaus zu empfehlen und für Liebhaber des historischen Romans ist der Bestseller gar ein absolutes Muss.

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Zwei Kommentare zu “„Palast der Winde“ von Mary M. Kaye”

  1. Joachim Weiser schreibt:

    “Palast der Winde” ist eine Mischung aus Liebesroman, Kriegsepos und Historienroman. Mary Margaret Kaye berichtet auf wundervolle Art und Weise von einer einzigartes Liebe, von Freundschaft, von Krieg und von einem wundervollen Land mit einer interessanten Kultur und Religion.

    Maty Margaret Kaye bringt dem Leser das Indien der Kolonialzeit dem Leser nahe, man spürt die heissen, dürren Ebenen des indischen Tieflandes und labt sich an der kühlenden Brise von den Hängen des Himalaya.

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