Die Geschichte des Buchdrucks
15. November 2011 von JulianLesen war in grauer Vorzeit eine Wissenschaft, die nur wenigen zugänglich war. Schreiben konnten noch weniger Menschen. Diese Tätigkeit wurde Schreibern oder Mönchen überlassen. Ob auf Tontafeln, auf Schriftrollen oder Pergament, immer war das Material, auf dem geschrieben worden ist sehr kostbar, sodass die Menschen lieber einen Schreiber mit der Ausführung dieser Tätigkeit betraut haben.
Buchdruck – die Geschichte
Viele Erfindungen haben ihren Ursprung in China. So ist es auch beim Druck. Bereits im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung konnte man in China Literatur vervielfältigen, indem diese in Steinplatten geschnitten worden ist, um dann auf Papier gebracht zu werden. Drei Jahrhunderte später wurde der Holztafeldruck erfunden. Bei diesem Druckverfahren wurden die Buchstaben spiegelverkehrt in einen Holzstock geschnitten, eingefärbt und auf das Papier abgerieben. In Europa waren die Menschen zu dieser Zeit noch nicht imstande solche oder ähnlichen Techniken anzuwenden. Bücher konnten nur durch Abschriften vervielfältigt werden. Erst am Ende des 13.Jahrhundert kam der Holztafeldruck auch in Europa an. Eine solche Holztafel herzustellen dauerte lange, und wenn ein Buchstabe verkehrt war, musste von vorn begonnen werden.
Von Johannes Gutenberg bis zum modernen Buchdruck
Johannes Gutenberg lebte zu Beginn des 1500 Jahrhunderts in Mainz. Er hatte bei der Herstellung einer Holzplatte zum Drucken die Idee keine Holztafeln, sondern einzelne Buchstaben zu schnitzen. So vernichtete ein Fehler nicht die gesamte Druckvorlage, sondern der fehlerhafte Buchstabe konnte leicht ausgewechselt werden. Die Buchstaben aus Holz waren nicht lange haltbar. Gutenberg kam auf die Idee, die einzelnen Buchstaben aus Blei zu gießen. Die beweglichen Lettern aus Blei konnten sich im Buchdruck am Ende des 15. Jahrhunderts durchsetzen. Bücher konnten jetzt, auf Papier gedruckt, einer breiten Leserschaft zur Verfügung gestellt werden. Natürlich war das Papier noch längst nicht von der Qualität, wie die Erzeugnisse aus aktueller Fertigung.
Lange Zeit wurde mit beweglichen Lettern gedruckt. Mit dem Zeitalter der Industrialisierung wurde es erforderlich auch der Buchdruck zu revolutioniert. 1902 ersetzte Johann Friedrich Gottlob Koenig die handbetriebene Druckerpresse durch eine dampfgetriebene Zylinderdruckmaschine. Diese Schnellpresse wurde mit Dampf betrieben und erleichterte die schwere Arbeit des Buchdruckers erheblich.
Heute werden Bücher in der Regel im Offsetdruck Verfahren hergestellt. Das ist ein indirektes Druckverfahren, denn der Druck von der Druckplatte auf das Papier erfolgt über ein Gummituch.


